StartseiteTrading PsychologieEmotionenWie mache ich das: Gewinne realisieren, nehmen und Feierabend?

Trader fragen mich: „Claus David, ich liege vorn, gut im Gewinn. Ich nehme den Gewinn auch mit. Aber dann steige ich wieder ein und mache so viel Verlust, dass ich den Tag noch im Minus beende und mich schwarz ärgere! Wie kann ich es machen, dass ich den Gewinn nehme und dann aufhöre, mich freue, die Börse für den Tag sein lasse!?“

Ich kenne das gut. Am Anfang ist man konzentriert und gut drauf und gewinnt. Dann hat man Gewinne und hört nicht auf und sie laufen wieder weg. Warum ist das so? Warum schaffen wir es nicht am richtigen Zeitpunkt aufzuhören?

Es gibt mehrere Gründe. Zum einen wollen oder müssen wir mit dem Trading etwas Finanzielles erreichen, was mit dem Tagesgewinn erst prozentual erreicht ist. Zum anderen wollen wir mit dem Trading etwas Emotionales, einen guten Zustand, erreichen, der mit dem Tagesgewinn auch erst ein wenig erreicht ist.

Vielleicht haben wir aber auch einfach nur eine unterentwickelte mentale Ausrichtung. Wenn das Tagesziel schwammig definiert ist, wissen wir nicht, wann es Zeit ist zufrieden zu sein. Wenn wir so handeln (ich will hier jetzt gar nicht die Probleme des intuitiven Day-Tradings erörtern), dann sollten wir ein Gewinnziel, das entweder eine feste Größe oder eine aus dem Chart gewonnen Marke ist, festlegen.

Aber zurück zu den unterbewussten Motivationen, die uns weiterhandeln lassen. Wenn diese handfester Art sind, also Geld, dann wird es so sein, dass wir entweder einen Verlust wieder reinholen wollen oder mit den Gewinnen einen gewissen Lebensunterhalt oder mehr erreichen wollen. Beides sollten wir loslassen. Wir sollten jeden Trading-Tag frisch angehen. die alten Verluste sind weg, das Geld ist für immer in den Kreislauf der Gelder zurückgeführt worden, was eine für die Weltökonomie löbliche Tätigkeit ist.

Besonders aber müssen wir nach innen schauen. Was wollen wir wirklich erreichen? Geht es wirklich um den Gewinn, den Profit, das Geld? Wir haben unterbewusste Motivationen. Wir wollen uns ein Bedürfnis auf diese Weise erfüllen. Der Gewinn kann dieses Bedürfnis aber nicht erfüllen, also sind wir ein wenig enttäuscht. Es fällt uns aber auch nichts besseres ein und wir handeln weiter.

Unser Unterbewusstsein hat die Erfüllung ein wenig aufgeschoben gehabt. nun kommt die wirklicher Erfüllung aber immer noch nicht. Das Innere Kind wird sauer. Es fängt nun an zu sabotieren. Es will uns nun dazu bringen aufzuhören. So machen wir Verluste.

Wir müssen also erst einmal dafür sorgen, dass wir das Grundlevel von Erfüllung der Sozialen Bedürfnisse in uns haben. Dazu müssen wir emotionale Zustände und diese kodierende Beliefs (Glaubensmuster, Selbstüberzeugungen) klären. Und wir müssen Strategien der realen Erfüllung entwickeln, unser Leben eventuell ändern. Diese Themen gehen wir im Training und Coaching „Trader Waay“ konkret und effektiv an. Zum nächsten Training: Trainings!

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